Wasser, unser kostbarstes Gut –

und wie wir mit ihm umgehen …

 

 

Sorgten im Frühjahr wochenlange Regenfälle für außergewöhnliche Hochwassersituationen, bescherte uns im Juli/August extreme Hitze viel Trockenheit.

 

Auch wenn wir in Bayern in einer wasserreichen Landschaft leben, verbrauchen wir mit rund 4.000 Litern pro Kopf und Tag mehr Wasser als jährlich in Form von Niederschlagswasser der Grundwasserneubildung zufließt. Dabei spielt der Trinkwasserverbrauch eine eher untergeordnete Rolle. Der hohe Wasserverbrauch ist vielmehr auf sogenanntes „virtuelles Wasser“ zurückzuführen, also Wasser, das zur Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen Konsumgütern benötigt wird. Die Produktion eines Baumwoll-T-Shirts beispielsweise verbraucht 2.000 Liter Wasser, bei einer Jeans sind es immerhin schon etwa 11.000 Liter und bei einem Kilo Rindfleisch sogar mindestens 15.000 Liter. Dazu kommen erhebliche, zum Teil irreparable Schäden an den Ökosystemen der Produktionsländer.

 

Für uns Verbraucher gilt daher, weniger Fleisch und tierische Produkte zu konsumieren und regionale Güter sowie Bioprodukte zu bevorzugen. So bedarf z.B. Biobaumwolle durch Fruchtwechsel und bodenschonendere Anbauverfahren deutlich weniger Bewässerung als konventionell angebaute Baumwolle. In unseren Gärten sollten wir grundsätzlich kein Trinkwasser zur Bewässerung verwenden, sondern gesammeltes Regen- oder Brunnenwasser. Mit dem zum Gemüse- und Salatwaschen benutzten Wasser können unsere Zimmerpflanzen gegossen werden. Und wenn wir beim Kauf von Spül- und Waschmaschinen neben dem Energieverbrauch auch auf den Wasserverbrauch achten, lassen sich in unseren Haushalten jährlich mehrere Hundert Liter Trinkwasser einsparen.

 

 

August 2013

 

Matthias Walch

Umweltbeauftragter